Telekom und Internet-Vertrag vorzeitig kündigen – (k)ein Ding der Unmöglichkeit

Die Kündigung eines Telekomunikationsvertrags ist für den Kunden meist ein Ding der Unmöglichkeit. Nicht selten hört man von Fällen, in denen der Telekom-Anbieter selbst Verstorbene weiterhin zur Zahlung verpflichten will.

Grundsätzlich gilt natürlich: „Pacta sunt servanda“. An geschlossene Verträge muss man sich halten, und meist hat der Verbraucher den Vertrag ja freiwillig unterschrieben. Nur die AGBs hat er oft nicht aufmerksam studiert. So werden die oftmals vereinbarten sehr langen Laufzeiten von 24 Monaten zum Stolperstein bei einer Kündigung.


Auf Kulanz des Anbieters zu hoffen, ist dabei müßig. Die Kündigung aus „wichtigem Grund“, wie in den AGB vereinbart, wird dann zum Hürdenlauf. Entgegenkommen zeigt ein Anbieter nur, wenn man innerhalb des Hauses auf einen – meist teureren und wieder 24 Monate dauernden – neuen Vertrag umsteigt.

Anders sieht der Fall bei Schlechtleistung des Anbieters aus. Ist der Anschluss gestört oder funktioniert tagelang das Internet nicht, sollte sofort gehandelt werden. Mit der schriftlichen Aufforderung zur Beseitigung des Mangels kann zum Ende der vom Kunden gesetzten Frist sofort die Kündigung ausgesprochen werden. Die Verbaucherzentralen vertreten den Standpunkt, dass eine solche vorzeitige außerordentliche Vertragsauflösung auch eingeklagt werden kann.

Auch ein Umzug an einen anderen Ort, den der Telekommunikationsanbieter nicht versorgt, kann ein außerordentlicher Kündigungsgrund sein.

In jedem Fall muss die Kündigung schriftlich erfolgen und den Formanforderungen genügen – Name, Vertragsnummer, Kundennummer müssen enthalten sein. Am besten man sendet per Einschreiben-Rückschein die Kündigung mit allen relevanten Vertragsdaten an den Anbieter, um später den Nachweis der Kündigung erbringen zu können und den rechtzeitigen Eingang des Kündigungsschreibens beim Anbieter vorweisen kann.

Vertragsmanagement-Dienste wie contractix sind dann eine wertvolle Hilfe – denn hier sind alle Daten immer online parat und das Kündigungsschreiben ist per Knopfdruck erstellt.


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  1. pacta sunT servanda
    meum cor latinum maestissimum ‘st ;)

    • contractix Team

      Danke für den Hinweis, daSmu ;-) Da haben wir das große Latinum wohl schon ein Weilchen hinter uns gelassen. Ist korrigiert.

  2. kann ich ein internetvertrag der noch bis 20.12.2014 läuft kündigen Aufgrund einer Tarif Verschlechterung beim Adressenwechsel vorher 16000 er vertrag neue Adresse gibt es nur ein 6000er vertrag.

    • contractix Team

      Leistungsverschlechterung kann ein Kündigungsgrund sein. Das sollten Sie direkt mit Ihrem Anbieter klären oder im Zweifel die Verbraucherschutzzentrale einschalten.

  3. Wir sind gerade nach Deutschland gezogen und werden vielleicht in 12-15 Monaten wieder das Land verlassen. Gilt eine Versetzung ins Ausland als Kuendigungsgrund fuer Telefon, Internet, TV, usw. Vertraege welche meistens 24 Monate sind.

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  1. Stromvertrag: Ausserordentliche Kündigung und Anbieterwechsel bei Umzug möglich | contractix blog

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